BOTHFELD (rhd). Die Ada- Lessing-Schule zeigt außergewöhnliches Engagement, um ihren Schülern berufliche Perspektiven zu weisen. Das Engagement gilt als so vorbildlich, dass es nun entsprechend gewürdigt worden ist: Jörg Bode, der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und der Schuhfilialist Deichmann haben die Ada-Lessing-Schule als Landessieger des Deichmann-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit in Niedersachsen ausgezeichnet. Besonders in Krisenzeiten haben es junge Berufseinsteiger schwer, sich auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchzusetzen. Um diese Jugendlichen auf den Übergang von Schule in Beruf vorzubereiten, sind deshalb immer wieder neue, innovative Lösungen gefragt. Ein überzeugendes Konzept, das der Perspektivlosigkeit von jungen Menschen entgegenwirkt, bietet die Ada- Lessing-Schule in Hannover. Hier durchlaufen die Schüler verschiedene berufsvorbereitende Projekte, wie die vierwöchige Praxiswerkstatt, das Sozialpraktikum sowie Seminare und Beratungen. Jugendliche aus Zuwandererfamilien oder aus sozial schwachem Milieu haben es oft schwer, auf dem regulären Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Um hier schon frühzeitig Hilfen zu geben, bietet die Ada-Lessing-Schule eine umfangreiche berufliche Orientierung, mit Hilfe derer sich die Jugendlichen systematisch auf die Berufswahl vorbereiten können. Seit 2006 haben die Jugendlichen beispielsweise in der schuleigenen Fahrradwerkstatt „Rudi Oelfinger" die Möglichkeit, den Berufsalltag kennen zu lernen. Neben Reparaturarbeiten bieten die Schüler gebrauchte Fahrräder zum Verkauf oder Verleih an. In Zusammenarbeit mit dem Bothfelder Fahrradshop lernen sie alles rund ums Rad und bekommen erste Einblicke in die Bereiche Kundenservice, Buchhaltung und Materialbeschaffung. Angeleitet wird die Fahrradwerkstatt von einem Lehrer und einem pensionierten Lehrer der Ada- Lessing-Schule.
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Ein weiteres Projekt zur beruflichen Orientierung realisierte die Ada- Lessing-Schule 2007 mit der Einführung der „Praxisklasse". Hier erhalten schwache und schulmüde Schüler zusätzlichen Förderunterricht in Deutsch und Mathematik und arbeiten an zwei Tagen in der Woche in einem Betrieb. Die intensive Begleitung und Betreuung sowie die erhöhten Praxisanteile motivieren die Schüler, ihre schulische Ausbildung zu beenden. Aber auch in den regulären Unterricht ist ein praxisnahes Arbeiten integriert. So nehmen die Schüler der 9. Klasse in einem Zeitraum von vier Wochen an dem Projekt „Praxiswerkstatt" teil. So entstanden im Garten des Innenhofs der Schule eine Strandlandschaft mit Liegestühlen und ein nachgebautes Schiffswrack sowie verschiedene Metallkunstwerke für das Schulgelände. „Die Mitarbeit in der Schülerfirma und das praxisnahe Arbeiten in den Werkstätten sind wesentliche Bausteine im Rahmen der beruflichen Orientierung. Sie bilden eine sichere Grundlage für weitere Berufsentscheidungen und für die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Immer mehr Schüler erhalten direkt nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsvertrag oder entscheiden sich dazu, einen höheren Schulabschluss zu absolvieren", erklärt Schulleiterin Renate Bauschke. Und: „Alle Menschen haben das verdient!" Das hohe Engagement der Ada-Lessing-Schule aus Bothfeld hat die Initiatoren des etablierten Deichmann- Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit überzeugt. „Das umfangreiche Angebot zur beruflichen Orientierung an der Ada-Lessing- Schule bereitet die Schüler frühzeitig und kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vor. Dadurch gehen die Jugendlichen zielstrebiger und selbstbewusster auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz", bekräftigte Landesminister Jörg Bode.
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